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Gasthaus

Immer wieder gern zum Jagawirt

Zünftig, gemütlich, bayerisch – so lässt sich der Jagawirt zu Aumbach mit kurzen Worten beschreiben.
Von Peter Passian

Schmankerl beim Jagawirt: Benedikt Hierl serviert Geschmortes Rindsbackerl mit Dreierlei von der Karotte. Foto: Tino Lex
Schmankerl beim Jagawirt: Benedikt Hierl serviert Geschmortes Rindsbackerl mit Dreierlei von der Karotte. Foto: Tino Lex

Aumbach.Das über 300 Jahre alte Dorfwirtshaus wurde 2015 liebevoll bis ins kleinste Detail saniert. Seit 2017 kochen und verwöhnen hier Benedikt und Olivia Hierl. Ihre Küche wurde vor Kurzem von der Organisation Slowfood mit einer Urkunde ausgezeichnet, die Restaurants bekommen, die vorwiegend lokale und nachhaltige Produkte verwenden.

Wir sind froh, dass wir die Plätze vorab reserviert haben, denn die Wirtschaft ist an diesem Samstagabend gut gefüllt. Die Auswahl in der Speisekarte gefällt uns. Sie bietet von einfachen Brotzeiten über traditionelle Wildgerichte bis hin zu raffinierten bayerisch-alpinen Schmankerln für nahezu jeden Gaumen, Hunger und Geldbeutel das Richtige.

Eine wahrlich gelungene kulinarische Überraschung.

Wir stimmen uns mit einem Gläschen Prosecco auf unsere Vorspeisen ein. Gebeizte Lachsforelle mit Rote Beete, Linsensalat und Schwarzbrot-Croûtons sowie gebeizter Rehrücken mit Radicchio, Walnuss-Brioche und Quitten-Chutney. Gebeizten Fisch kannten wir schon, gebeiztes Fleisch noch nicht – eine wahrlich gelungene kulinarische Überraschung. Die mild gebeizte Lachsforelle ist wunderbar zart und zusammen mit dem Salat ein gelungener Auftakt.

Jagawirt zu Aumbach

  • Adresse:

    Aumbach 117, 93191 Rettenbach; Tel. (0 94 84) 8 96 98 88; www.jagawirt-aumbach.de

  • Öffnungszeiten:

    Mittwoch bis Freitag von 17 bis 23 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 23 Uhr

  • Besondere Infos:

    Das Fleisch wird von heimischen Bauern bezogen und im Dry Ager gereift. Das Lokal ist für Rollstuhlfahrer geeignet.

  • Preise:

    Vorspeisen ab 4,90 Euro und Hauptgerichte von 9,90 Euro bis 27,90 Euro

  • „Ein Gasthaus“ –

    das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der Ihnen empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.

Als Hauptgang bekommen wir Filet vom Zander mit Curry-Wirsing und schwarzen Gnocchi sowie Maronenravioli mit Rosenkohl und Radicchio. Der Zander ist kross und auf der Hautseite auf den Punkt gegart. Der Curry-Wirsing harmoniert exzellent dazu. Die Maronenravioli in cremiger Gorgonzolasauce sind ein Gedicht und die Portion ist so groß, dass wir gerne das Angebot annehmen, uns den Rest einpacken zu lassen, um noch etwas Platz für die Nachspeise zu haben.

Den krönenden Abschluss machen Marzipanküchlein mit Kirschen und Vanilleeis, Lebkuchen-Creme-Brûlée mit Glühweinkirschen und Zimteis. Obwohl sehr lecker, fanden wir das im Januar etwas zu weihnachtlich. Die nette Bedienung hat uns informiert, dass es in ein paar Tagen einen Kartenwechsel geben wird. Wir können also gespannt sein, denn eines ist gewiss: Wir kommen bestimmt wieder.

Lust auf mehr Genuss? Hier geht es zu weiteren Gasthaustipps unserer Aufgetischt-Redaktion!

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