Gemeinderat
Blaue Schilder sollen bleiben

Bei den Hausnummern herrscht bunte Vielfalt. Vorgeschrieben sind in Teugn aber eigentlich die traditionellen blauen Schilder.

25.05.2022 | Stand 15.09.2023, 5:06 Uhr |
Gabi Hueber-Lutz
Die Teugner Grundschule hat gut sichtbar das blaue Hausnummernschild an der Fassade. −Foto: Gabi Hueber-Lutz

Jeder kennt sie noch – die blauen Schilder mit den Hausnummern, die früher Gang und Gäbe waren. Der Antrag eines Häuslebauers sorgte nun für eine Grundsatzdiskussion im Gemeinderat, ob sie weiter quasi vorgeschrieben sein sollen oder ob größere Freiheit herrschen soll. Aktuell ist es so, dass jeder Bauherr von der Verwaltung das traditionelle blaue Schild zugesendet bekommt und dafür 25 Euro zahlen muss. Tatsächlich herrsche mittlerweile aber „ziemlicher Wildwuchs“, wie Bürgermeister Manfred Jackermeier sagte. Sinn einer einheitlichen, gut sichtbaren Beschilderung sei es, dass Rettungskräfte die Häuser schneller finden können.

Tobias Zeitler, Geschäftsleiter der Saaler und Teugner Gemeindeverwaltung, stellte die grundsätzlichen Voraussetzungen solcher Schilder dar: „Hausnummernschilder müssen vorhanden sein, sie müssen reflektieren oder beleuchtet sein.“ Allerdings, so Zeitler, sei es schon sinnvoll, hier Varianten zu erlauben. In der Gemeinde Saal sei die Satzung entsprechend geändert worden. Der Verwaltung würde man außerdem viel Schriftverkehr mit Bauherren ersparen, wenn jeder selbst entscheiden könne, welche Art Hausschild er will.

Doch der Gemeinderat enttäuschte die Verwaltung in diesem Fall, die Befürworter der blauen Schilder waren mit 3:9 Stimmen in der Überzahl. Martin Eisenreich gab der Hoffnung Ausdruck, dass ein Hausherr das blaue Schild schon hinschrauben werde, wenn er es sowieso zuhause liegen habe. Auch Christian Binder sah das so. „Die blauen Schilder sind genial“, sagte er. An den ganzen neuen Häusern müsse man immer schauen, ob und wo ein Schild angebracht sei. Auch Mario Jehl pflichtete dieser Meinung bei. Die blauen Schilder finde man leichter als alle anderen. Außerdem sei das blaue Schild ein Stück Tradition.

Weil das Schild ziemlich am Anfang der Bautätigkeit versendet wird, könnte es der Hausherr schon mal hinschrauben, wenn er es eh schon hat, meinte auch Stefan Kürzl. Mittlerweile verzögern sich Baumaßnahmen oft. Wenn am bereits bewohnten Haus noch der Außenputz fehlt, sei das vorhandene Schild nützlich.