Handball
Chams Matchplan steht: Das ASV-Team misst sich mit den Regensburger Adlern

10.03.2023 | Stand 15.09.2023, 1:16 Uhr
Den fünftplatzierten ASV Cham (in rot, hier gegen den HSV Hochfranken) trennt von den Adlern nur ein Punkt. −Foto: Simon Tschannerl

Die rot-weiße Brust ist in den letzten Wochen wieder breiter geworden, denn die Handballer des ASV Cham sind gut drauf. Zwei deutliche Siege zuletzt unterstrichen dies eindrucksvoll.Damit gehen die Chamer auch voller Selbstvertrauen ins Derby mit der zweiten Mannschaft der Regensburger Adler.

Und die Partie in der Kerschensteiner-Halle hat durchaus einen richtungsweisenden Charakter für die letzten Spiele in dieser Saison. Denn der ASV liegt nach neun Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen auf Rang vier der Tabelle, die Adler aus Regensburg mit zehn Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen nur einen Rang vor den Chamern. Während die Gäste aus der Kreisstadt mit der Empfehlung eines ungefährdeten Heimsieges anreisen, kassierte der Oberpfalzrivale zuletzt eine empfindliche Auswärtsniederlage in Bayreuth (26:30).

Dass es nach 16 Spieltagen zu so einer Konstellation in der Tabelle kommt, überrascht selbst den erfahrenen ASV-Trainer Filip Turecek: „Im Dezember hätte ich noch nicht daran geglaubt, dass es in Regensburg zu diesem Verfolgerduell um die Spitzenplätze kommt.“ Der Trainer ist dabei hochzufrieden mit seiner Truppe und hat in den vergangenen Wochen wenig Kritikpunkte gefunden. „Wir haben zuletzt einen hervorragenden Handball gespielt, da müssen wir am Samstag weitermachen“, fordert Turecek.

Packendes Hinrunden-Duell

An die Vorrunde, als es unter dem Dach der Fraunhofer-Halle in einer packenden Partie am Ende 28:28 stand und der ASV dabei in den letzten Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand gab und selbst noch Glück hatte, dass Hochreuter 33 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter vergab, will Turecek gar nicht mehr zurückdenken: „Das war eine Phase, in der wir einen ganz schlechten Handball gespielt haben, aber, und das gehört zur Wahrheit auch dazu, wir haben in jenem Spiel toll gekämpft und so am Ende auch den Punkt geholt.“

Und das dürfte auch am Samstag mit entscheidend sein, denn nur, wer den Kampf besser annimmt, wird wohl in dieser Partie als Sieger vom Feld gehen.

Von der mannschaftlichen Stärke, sagt Turecek, nehmen sich beide Seiten wenig. Auch wenn der ASV – zumindest Stand Mittwoch – auf einen seiner besten Spieler wohl verletzungsbedingt verzichten muss. Simon Besta hat sich beim Heimspiel eine Oberschenkelverletzung zugezogen. „Ich glaube nicht, dass er spielen kann,“ blickt Turecek voraus.

Schnell umschalten

Den Gegner kennt der Chamer Trainer gut, aus vielen Spielen und Beobachtungen. So hat er in Erfahrung gebracht, dass gerade die Abwehrspieler sehr groß gewachsen sind und die SG kompakt verteidigt. Doch hier hat sich der Trainer schon einen Matchplan überlegt: „Es heißt, nach Ballgewinnen einfach schnell umzuschalten, über außen und die zweite Welle. Wichtig wird auch sein, die Abwehr der SG in Bewegung zu bringen.“

Ein Plus für den ASV werde auch sein, so glaubt der Trainer, dass er ohne Druck in die Domstadt reist, denn mit aktuell 20 Zählern liegen die Rot-Weißen voll im Soll. Dass der ASV so weit vorne mitmischt, war nicht gerade zu erwarten. Und kann der ASV seinen guten Trend auch in Regensburg bestätigen, würde er mit den Hausherren bei einem Sieg die Plätze tauschen.