Polizei Wernberg
Hundewelpen aus Transportbox befreit

Eine Zoll-Streife entdeckte auf der Autobahn A6 drei Hunde. Die Transportbedingungen waren laut Tierärztin „katastrophal“.

15.05.2022 | Stand 15.09.2023, 5:11 Uhr |
Die Welpen waren in viel zu kleinen Boxen untergebracht. −Foto: Polizei

Am Samstag, 14. Mai, gegen 17.30 Uhr kontrollierte eine Streife des Zoll Wernberg bei der Autobahnausfahrt Wernberg-Ost auf der A6 einen rumänischen Kleinbus besetzt mit einer Person. Als die Beamten den Frachtraum öffneten, trauten diese ihren Augen nicht: In einer flachen Plastikbox befanden sich drei Hundewelpen.

Der 41 Jahre alte Fahrer konnte die für die Einfuhr nach Deutschland nötigen europäischen Heimtierausweis nicht vorzeigen, teilt die Polizei mit.

Tierärztin schätzte die Welpen deutlich jünger ein

Zwischenzeitlich kam der 38-jährige Hundehalter hinzu. Für die weitere Sachbearbeitung wurde eine uniformierte Streife der VPI Amberg hinzugezogen. Diese verständigte die Amtstierärztin des Veterinäramtes Schwandorf.

Die Tierärztin stellte katastrophale Transportbedingungen für die Tiere fest. Des Weiteren schätzte sie die Welpen deutlich jünger ein, als die durch den Besitzer angegebenen drei Monate.

Die Hundewelpen, deren Rasse aktuell noch nicht bestimmt werden kann, wurden durch das Veterinäramt Schwandorf in Obhut genommen und werden demnächst tierärztlich untersucht, teilt die Polizei mit. Auch müssen die drei Welpen die nächsten Wochen in Quarantäne verbringen, bis eine Tollwut-Impfung durchgeführt werden kann. Erst dann können die Hunde vermittelt werden.

Die Polizei weist eindrücklich darauf hin, keine Welpen über Internetportale oder auf Parkplätzen zu erwerben, deren Herkunft und Gesundheitsstatus unklar ist. Gegen die beiden Personen wird jetzt wegen mehrerer Verstöße gegen das Tiergesundheitsgesetz und dem Tierschutzgesetz ermittelt.