Buch
Sagte Mühlhiasl die Corona-Krise voraus?

In Rita Lells Roman verbinden sich aktuelle Ereignisse mit den Prophezeiungen des Mühlhiasls. Das Buch erscheint im Oktober.

10.05.2020 | Stand 16.09.2023, 4:55 Uhr |
Angelika Lukesch

Autorin Rita Lell schreibt an einem neuen Buch. Foto: Christina Lell

„Die Idee zu meinem neuen Roman war bereits geboren, bevor der Coronavirus das Leben lähmte“, sagt Rita Lell, ihres Zeichens Buchautorin. Die gebürtige Regensburgerin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die sich mit ihrer Heimat und ihrem Leben befassen. Sie kam zum Bücher schreiben durch die Arbeit an ihrem Buch „Aufgewachsen in Regensburg in den vierziger und fünfziger Jahren“. Lell ist von den „Eigenarten dieser wunderbaren Stadt“ besonders fasziniert.

Die Liebe zu Regensburg

Sie bedauert, dass die modernen Zeiten die „Liebenswürdigkeit meiner Heimatstadt“ allmählich zerstörten. Sie wollte dagegen angehen und schrieb die Bücher „Regensburg, was war und was bleibt“ (zwei Bände).

Rita Lells Romane spielen in der Gegenwart. Die Autorin findet, dass die Dramatik dessen, was jeden Tag geschieht, ausreiche, um einen spannenden Roman zu schreiben. So entstanden ihre Bücher „Bärlauch“ und „Wie sie glücklich werden“.

Die Dramatik der aktuell ablaufenden Ereignisse in der Corona Krise inspirierten Rita Lell zu einem neuen Buch, das sie „in Echtzeit“ schreibt. „Das Buch handelt von einer Rechtsanwältin, die im Bayerischen Wald aufgewachsen ist, sich mit ihrer Kindheit auseinandersetzt und das erfolgreiche Leben in der Stadt überdenkt. Die Coronakrise wird alles durcheinanderwerfen,…“ verrät die Autorin. Einen Titel hat das Werk aber noch nicht.

Das Besondere an dem neuen Werk ist, dass Rita Lell die Ereignisse rund um die Coronakrise mit dem Prophezeiungen des Mühlhiasls verbindet. „Durch die Erzählungen meiner Mutter kenne ich viele Prophezeiungen, kümmerte mich aber weiter nicht darum. Bei näherer Betrachtung der Schriften von Propheten kam mir die Idee, das Thema zu einem Roman zu verarbeiten. Zu einer Studie unserer schnelllebigen Zeit mit den vielen Umbrüchen, mit der Unsicherheit und der Angst der Menschen“, erklärt die Autorin. Dabei stachen ihr besonders die Weissagungen des Mühlhiasls ins Auge.

Mitten in der Prophezeiung

Am 12. März fuhr sie zum Geburtsort des Weissagers. „Ich war beeindruckt von dem abgelegenen Ort mit den tosenden Wassern.

Die Coronakrise war gerade im Entstehen. „ Zu diesem Zeitpunkt war die Idee zum Roman bereits geboren. „Zu meiner eigenen Verwunderung bemerkte ich, es könnte durchaus sein, dass wir mitten in der Prophezeiung angelangt sind“, mutmaßt die Autorin, die in ihrem Buch Realität mit Fiktion verbindet: „Es gibt kein besonderes Ziel, außer die Geschichte dieses Romans, wie sie von Anfang an geplant war. Es geht um keine realen Personen, sie sind frei erfunden, wenn auch die Geschichte reale Hintergründe hat. Das Ende ist natürlich nicht völlig offen, es ist eine Geschichte, die ich mir vorher ausgedacht habe und deren Ende ich hier natürlich nicht verraten werde.“

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