Leichtathletik
Strahlende Siegerin bei Special Olympics

29.07.2022 | Stand 15.09.2023, 4:11 Uhr |
Katja Birzer
Casnin Reinartz macht leidenschaftlich gerne Sport. −Foto: Birzer

Casnin Reinartz ist nicht nur Schülerin an der Bischof-Wittmann-Schule, sondern auch Leichtathletin. Die 20-Jährige trat bei den Special Olympics Landesspielen in Regensburg an. Die Special-Olympics sind eine Reihe von inklusiven Sportwettkämpfen und Veranstaltungen. Das Besondere ist, dass sowohl Menschen mit und ohne geistige und mehrfache Einschränkungen teilnehmen. Zusammen unter dem Motto „Gemeinsam stark“ machen sie Sport. Das findet Reinartz sehr bemerkenswert.

Sie durfte als eines der Gesichter der Special Olympics Landesspiele das Olympische Feuer in der Donau-Arena entfachen. Dadurch wurden die Spiele offiziell eröffnet. „Ich musste eine Stunde vorher dort sein und dann haben wir das geübt.“ Ihre Erlebnisse als Werbefigur des Wettbewerbs beschrieb sie als interessant und empfand die zusätzliche Arbeit nicht als Belastung. „Es war eigentlich ziemlich cool. Nur bei dem ersten Mal war es ziemlich aufregend“, meinte die 20-Jährige.

Casnin Reinartz nahm ebenfalls aktiv am Wettbewerb teil. Sie gewann in ihren Disziplinen, dem Weitsprung mit Absprungzone und dem 100-Meter-Lauf, die Goldmedaillen. In dem Moment, als sie ihren Sieg realisiert hatte, sei sie sehr stolz auf sich gewesen. „Man freut sich dann miteinander.“ Trotz des Wettbewerbsgedanken bei einer solchen Veranstaltung, herrschte ein kollegiales und freundschaftliches Verhältnis zwischen den Athleten.

Wieder auf einen großen Wettbewerb mit über 1000 teilnehmenden Sportlern zu gehen, fand sie sehr aufregend. Besonders nach der Fest-Flaute zu Beginn der Corona-Pandemie, sei es ungewohnt. „Es war einfach wieder krass, dass so viele Menschen dort hinkommen und dort mitmachen.“ Das Feiern der Athleten im Anschluss an den Wettkampf war für Reinartz sehr schön. „Man kann sich dann auch wieder umarmen.“ Viel hat der Covid-19-Ausbruch sie nicht beeinflusst. Einzig das Leichtathletiktraining fand zu Beginn der Pandemie mit Maske statt. „Man hat sich eben daran gewöhnt“, lacht die 20-Jährige. Ihre Leistung hatte nicht unter dem Mund-Nasen-Schutz gelitten.

Für die Teilnahme absolvierte Reinartz ein intensiveres Training als gewöhnlich. „Wir haben jeden Donnerstag bis kurz vor dem Spiel trainiert.“ Ihre Familie und ihre Freunde unterstützten sie stets bei ihrem Vorhaben und waren auch Teil der Freizeitaktivitäten neben dem Sport. Mit ihren Freunden geht die 20-Jährige oft shoppen oder ins Kino. Besonders die Geschichten aus dem Universum von Harry Potter findet sie spannend.

Ihre Leidenschaft für Sport teilt die Leichtathletin mit ihrer Familie. „Meine Schwester ist nicht so begeistert, aber sonst macht jeder Sport.“ Dafür hat sie diverse Sportgeräte vom Fahrrad bis zu den Gewichten zuhause. Zusätzlich geht sie auch jeden Tag mit ihrem Hund spazieren. In Zukunft möchte Casnin Reinartz weiter Sport treiben und eine Ausbildung zur Verkäuferin machen.