Bezirksoberliga
Tischtennis in Neumarkt: Was aus den Saisonzielen wurde

26.12.2022 | Stand 15.09.2023, 2:21 Uhr
Nach Jahren, die von Corona gestört waren, wird in der Tischtennis-Bezirksoberliga und -Bezirksliga glücklicherweise wieder normal aufgeschlagen. −Foto: Lee Jin-Man/AP/dpa

Sechs Herren- und zwei Jugendmannschaften aus dem Raum Neumarkt sind im September in die erste von Corona ungestörte Saison in der Tischtennis-Bezirksoberliga und -Bezirksliga mit unterschiedlichen Ansprüchen an den Start gegangen. Was ist aus den Zielsetzungen der höherklassigen Tischtennis-Teams zur Halbzeitpause geworden?

Vor allem in der Bezirksoberliga Herren war die Ausgangslage so hart wie noch nie. Aus der überdimensionierten BOL mit 13 Herrenteams müssen fünf Mannschaften direkt absteigen und der Tabellenachte muss in der Relegation noch um den Klassenerhalt bangen.

Ein Abstieg war von vornherein kein Thema für die DJK Germania Neumarkt, die vielmehr mit der Rückkehr in die Landesliga liebäugelt. Mit Platz drei zur Halbzeit drei Zähler hinter Spitzenreiter FC Chamerau ist die Aufstiegschance weiterhin realistisch, vor allem wenn die Neumarkter in den wichtigen Spielen Julian Winter in der Vorderachse einsetzen können, der allerdings von seinem Wohnort Straubing anreisen muss.

Mit einer 17:5-Einzelbilanz gehört Sebastian Plank zu den Topspielern der Liga und wahrte zusammen mit dem ebenfalls starken Maximilian Ochsenkühn (15:7 Siege) die Titeloptionen. Immerhin konnte die DJK Germania auch Tabellenführer FC Chamerau die einzige Niederlage beibringen.

Mit 14:10 Punkten auf Rang vier steht der SV DJK Sulzbürg sogar besser da als erwartet. Das Team konnte sich auf seine unbequeme Vorderachse mit den Noppenspezialisten Stefan Koller und Sascha Bauer verlassen und schaffte auch im hinteren Paarkreuz ausgeglichene Ergebnisse.

ASV bräuchte ein Wunder

Dass es für Aufsteiger BSC Woffenbach in der BOL schwer werden würde, war schon vor Saisonbeginn klar. Mit 8:16 Zählern auf dem aktuellen Abstiegsrang elf hat der Neuling aber noch durchaus Kontakt zur rettenden Zone. Dabei kann der BSC vor allem auf Frontmann Jonas Wittmann bauen, der mit 20:4 Einzelsiegen eine überragende Vorrunde spielte.

Nur zwei Punkte aus zwei Unentschieden und Platz 13 stehen auf der Habenseite des ASV Neumarkt, der mit neun Punkten Rückstand auf Relegationsplatz acht schon ein kleines Wunder braucht. Eine noch schwächere Zwischenbilanz verhinderte dabei Jugendspieler Marco Holzberger, der als einziger mit 10:8 ein positives Ergebnis spielte und damit zum Stammspieler in der BOL avancierte. Hoffnung gibt auch, dass der langzeitverletzte Christian Gayr in der Rückrunde ins ASV-Team zurückkehrt.

In der Bezirksliga West liegen die Herren des TV Velburg auf Rang drei mit 13:7 Zählern abslolut im Soll und nur mit drei Punkten Rückstand in Schlagdistanz auf Relegationsplatz zwei, den aktuell der TSV Siegenburg II einnimmt. Andreas Lehmeier, Markus Mayer und Michael Lehmeier bilden das starke Trio des TV mit klar positiven Einzelbilanzen. Aufsteiger SV-DJK Sulzbürg II kämpft in der Bezirksliga um den Klassenerhalt, hat aber auf Rang neun noch alle Chancen. Die beste Einzelbilanz weist der erfahrene Peter Braun mit 11:3 Siegen in der Vorderachse auf.

In der Bezirksoberliga Jungen war das erste Jugendteam des ASV der Konkurrenz mit 16:0 Punkten hochüberlegen. Einzelbilanzen von 21:0 für Marco Holzberger und 15:3 für Emely Wolfrum sprechen Bände. Auf der Basis einer neuen Regelung im Bayerischen Tischtennis-Verband nimmt die erste ASV-Jugend schon in der Rückrunde ihr Aufstiegsrecht in die Landesliga wahr, wo stärkere Teams wie der TTV Beratzhausen II, der TSV Lauf und die TSG Roth warten.

Wechsel im Nachwuchs

Ab dem Wechseltermin 15. März wird zudem Jakob Zipf von der SV DJK Sulzbürg den ASV-Nachwuchs in der Landesliga verstärken. Die zweite ASV-Jugend sicherte sich mit 11:1 Zählern in der Bezirksliga West ebenfalls souverän den Halbzeittitel und hatte mit Marlene Maget (12:0 Siege) zudem die mit Abstand stärkste Spielerin in ihren Reihen. Auch die ASV-Jugend II spielt in der Rückrunde eine Klasse höher und wird in der Rückrunde in der Bezirksoberliga erstmals richtig gefordert.