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Konvent

Wenn das Leben aus den Fugen gerät

Franz Prem und seine Erfahrungen als Klinik-Seelsorger

Diakon Franz PremFoto: Feigl
Diakon Franz PremFoto: Feigl

Falkenstein.Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche, den Pfarrer Dr. Dr. Peter Chidi Okuma zelebriert hatte, fand im Pfarrheim der Konvent der Marianischen Männercongregation, Bezirk IV Walhalla, statt. Dazu gehören neben Arrach die MMC aus Bach, Brennberg, Frauenzell, Donaustauf, Tegernheim, Wiesent und Wörth. Ortsobmann Josef Rosenhammer freute sich über die zahlreichen Sodalen. Auch stellvertretender Bezirksobmann Herbert Ettle, 3. Bürgermeister Eberhard Semmelmann und Pfarrgemeinderatssprecher Wolfgang Rösl waren gekommen.

Der Referent, Diakon Franz Prem, der 26 Jahre in der Pfarrei Falkenstein tätig war, ist seit fünf Jahren Klinikseelsorger. Er berichtete, dass er zunächst im Caritas-Krankenhaus St. Josef wirkte und jetzt an der Uniklinik Regensburg tätig ist. In dieser Zeit habe er eine unglaubliche menschliche Bereicherung erfahren.

In seinem Vortrag „Klinikseelsorge – ein spezieller Bereich der Seelsorge“ gab es Antworten auf viele Fragen: Was ist Klinikseelsorge? Wo hat der Seelsorger seinen Platz? Wie begleitet er Angehörige? Wie begleitet man Krebskranke, die aus dem Leben herausgerissen wurden und deren Leben im Moment auf dem Kopf steht? Krankenhausseelsorger, die eine spezifische Ausbildung haben, stünden im Auftrag Jesu Christi, so Prem.

Wenn der Arzt die Diagnose einer ernsten Krankheit stellt, kann sich das Leben völlig verändern, sagte der Referent. Nicht nur das körperliche Wohlbefinden ist davon betroffen, auch das Gefühlsleben. Krankenhausseelsorge bietet in dieser Zeit Begleitung und Unterstützung an, denn jeder Aufenthalt im Krankenhaus bedeutet einen Einschnitt ins alltägliche Leben. Dazu wechseln sich Ängste und Hoffnungen ab, Fragen an den Sinn des Lebens stellen sich. Sie gehe den Weg, den Körper und das „Nichtmehrkönnen“ anzunehmen, ein Stück weit mit und sind rund um die Uhr erreichbar. Krankheit betrifft aber nie nur einen einzelnen Bereich, sondern den ganzen Menschen samt Angehörigen, Freunden und Bekannten. Oft sind sie Vermittler zwischen Patienten und Angehörigen. Seelsorge sei therapeutisch, beratend, sozialarbeiterisch und religiös. Die Seelsorger bieten die Möglichkeit zu Krankenkommunion, Sterbebegleitung und Aussegnungen. Prem berichtete, dass viele Patienten von sich aus nach einem Seelsorger verlangen. Das ökumenische Seelsorgeteam besteht aus einer katholischen Klinikseelsorgerin, einem evangelischen Pfarrer und einer Pfarrerin sowie einem katholischen Pastoralreferenten, einem Pfarrer, Diakon und Ordenspriester.

Die an diesem Abend geplanten Ehrungen für die 50-jährige Zugehörigkeit von Leonhard Simml und Johann Janker wird Ortsobmann Josef Rosenhammer persönlich überbringen.

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