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Wildwuchs am Munitionsbunker

Gerade die Zeit des Frühjahres zeigt alljährlich, welche Kraft die Natur entwickelt, wenn es nach dem Winter allerorts zu sprießen und zu wachsen beginnt, und wo scheinbar tote Materie zu neuem Leben erwacht.
Siegfried Volkner

Mit der Zeit überwuchert Gestrüpp einen Munitionsbunker, ein Relikt aus dem Kalten Krieg.  Foto: Siegfried Volkner
Mit der Zeit überwuchert Gestrüpp einen Munitionsbunker, ein Relikt aus dem Kalten Krieg. Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Ein besonderes Beispiel von der Kraft der Natur kann der aufmerksame Betrachter erkennen, der die Forststraße im Staatswald bei Grafenried als Wanderweg beschreitet.

Dort entstanden zur Zeit des sogenannten Kalten Kriegs Munitionsbunker, in denen Munition für den Ernstfall gelagert wurde, um gegen vorrückende Truppen des Warschauer Pakts gerüstet zu sein. Der Kalte Krieg ist Gott sei Dank Vergangenheit. Die Bunker sind wohl seit Jahren ohne Verwendung, wenngleich noch durch schwere Metallgitter und Panzertüren verschlossen.

Und da kommt das zum Vorschein, was jeder Gartenbesitzer zur Genüge kennt. Wenn nicht kontinuierlich gegen Wildwuchs angekämpft wird, holt sich die Natur das ihr einst abgetrotzte Terrain nach und nach wieder zurück. Das geschieht auch mit den Bunkern im Wald bei Grafenried.

Gerade die Zugänge sind noch weitgehend frei, aber rings herum wuchern mehr oder weniger große Sträucher und Bäumchen, Gras und Laub aus dem Vorjahr bedeckt den Boden, und Moos wächst an den Betonwänden. Mehr und mehr, Jahr für Jahr wird das Relikt aus dem Kalten Krieg zu einem geheimnisvollen Etwas, von dem sich die junge Generation wohl kaum mehr vorstellen kann, was die Bedrohung, die jenseits des Eisernen Vorhanges ausging, vor wenigen Jahrzehnten noch bedeutet hat. (kvo)

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