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Regensburg

Wie bitte, Kneitinger braut ein Helles?

Regensburger Brauerei war bisher auf Pils spezialisiert. Bald gibt es auch ein helles Bier. Voraussichtlich aber nicht lange.
Von Andreas Maciejewski

Braumeister Kellner, Michael Naumann (Stiftungsrat), Pfarrer Martin Müller, Max Gradl (Stiftungsrat), Dr. Rudolf Dobmeier (Stiftungsrat) und Geschäftsführer Martin Sperger bei der Probe des hellen Bieres. Foto: Tino Lex
Braumeister Kellner, Michael Naumann (Stiftungsrat), Pfarrer Martin Müller, Max Gradl (Stiftungsrat), Dr. Rudolf Dobmeier (Stiftungsrat) und Geschäftsführer Martin Sperger bei der Probe des hellen Bieres. Foto: Tino Lex

Regensburg.Eine kleine Revolution beim Kneitinger: Ab Samstag bietet die Regensburger Brauerei, die bisher eher auf Pils spezialisiert war, auch ein Helles an. Hintergrund sind die Feierlichkeiten zu Ehren des 120. Geburtstages von Johann Kneitinger III.

Ein reines Helles hatte Kneitinger bisher nicht in seinem Sortiment, allenfalls die Sonderedition „Sommerbier 1861“ kam dem nahe. Das „Kneitinger Helle“ wird aber nur in Gaststätten der Brauerei ausgeschenkt.

„Kneitinger Helles“: Kommt es auch auf den Markt?

Dass es auch in den Getränkehandel kommt, sei vorerst nicht geplant, sagt Kneitinger-Geschäftsführer Martin Sperger im Gespräch mit der Mittelbayerischen: „Wenn es weg ist, ist es weg.“

Ganz ausschließen, dass das Helle doch noch auf den Markt kommt, will er aber nicht. Es komme nun darauf an, wie es den Kunden schmeckt. Wenn das Bier positiv aufgenommen wird, wolle sich Kneitinger „mit Sicherheit nicht verweigern“.

Eine Markteinführung wäre aber mit enormem Aufwand verbunden. Dafür brauche es unter anderem Flaschen, Kisten, Etiketten, Platz am Hahn und Zollpapiere, zählt Sperger auf: „Da hängt ein ganzer Rattenschwanz dran.“ Mindestens ein halbes Jahr müsse er dann dafür einplanen.

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Gebraut wird das Bier in einem Sondersud, der rund 120 Hektoliter fasst. Zum Vergleich: Der Jahres-Ausstoß von Kneitinger liegt laut Sperger bei etwa 24 000 bis 25 000 Hektolitern. Der Anteil des „Kneitinger Hellen“ sei mit knapp 0,5 Prozent des Gesamtausstoßes „marginal“, so der Geschäftsführer.

Platz dafür hatte Kneitinger nun allemal. Vor Kurzem wurde in Regensburg eine neue Lagerhalle im Betriebshof eröffnet. Die Kosten dafür seien im sechsstelligen Bereich gewesen, sagt Sperger.

Als Auftakt-Aktion für das „Kneitinger Helle“ gibt es am Samstag die Halbe bei teilnehmenden Kneitinger-Gaststätten für 1,20 Euro, aber nur wenn eine Hauptspeise dazu bestellt wird. „Wir wollen die Leute nicht zum Flatrate-Saufen verführen“, sagt Sperger.

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