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Natur

Die Ziegenpatenschaft ist besiegelt

Das Komikerpaar „Schmarrnkerl und Funkerl“ engagiert sich für ein Ziegenprojekt im Freizeitpark Höllohe in Teublitz.
Von Werner Artmann

Das Komikerpaar „Schmarrnkerl und Funkerl“ übernahmen erstmals eine Ziegen-Tierpatenschaft im Tier- und Freizeitpark Höllohe. Foto: Werner Artmann
Das Komikerpaar „Schmarrnkerl und Funkerl“ übernahmen erstmals eine Ziegen-Tierpatenschaft im Tier- und Freizeitpark Höllohe. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Die erste „Ziegen-Tierpatenschaft“ im Tier- und Freizeitpark Höllohe wurde am Montagnachmittag vollzogen. Das im ganzen Landkreis Schwandorf bekannte Musiker-komikerpaar „Schmarrnkerl und Funkerl“, alias Helmut Haider und Stephan Karl, haben für eine bulgarische, schraubenhörnige Langhaarziege und eine Girgentanaziege die Patenschaft übernommen. Bei der Auswahl der Ziegen wurde durch die beiden Komiker besonders darauf geachtet, dass der Charakter und Aussehen der Tiere auch gut zu ihren Namen „Schmarrnkerl“ und „Funkerl“ passen.

Zu diesem erstmaligen „Festakt“ konnte der Geschäftsführer und Verantwortliche für den Naturpark Höllohe Stefan Jahreis neben Landrat Thomas Ebeling und dem 2. Bürgermeister der Stadt Teublitz, Robert Wutz, auch die Vorstandsmitglieder des Höllohevereins an der Spitze mit Rudi Hintermeier willkommen heißen. Ebeling dankte dem Komikerpaar für die Übernahme der ersten Patenschaft im Naturpark Höllohe. Aber auch das gestartete erstmalige Ziegenprojekt verspricht interessant zu werden und wird dabei auch wieder viele Interessenten in den Naturpark Höllohe bringen. Grußworte im Namen der Stadt Teublitz überbrachte 2. Bürgermeister Robert Wutz.

13 verschiedene Ziegenrassen

Wie Jahreis ausführte, sei der erste Grund dieser Zusammenkunft die Ziegen-Tierpatenschaft durch „Schmarrnkerl & Funkerl“ und zweites die Gründung eines pädagogischen Ziegenprojekt in Zusammenarbeit mit dem betreuenden Tierarzt Professor Dr. Henning Wiesner vom Vorstand der Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V. in München. Er wird das Ziegenprojekt in der Höllohe finanziell und mit tierärztlichen Leistungen unterstützen. Mit dem neuen Ziegen-Projekt sollen den Besuchern die vielen unterschiedlichen Ziegenrassen vorgestellt werden. Derzeit leben in dem 3500 Quadratmeter großen Ziegengehege 30 Ziegen aus dreizehn verschiedenen Ziegenrassen. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, wie sich aus der Ur-Ziege die einzelnen Ziegenstämme entwickelt haben und wie unterschiedlich die Tiere in Aussehen und Verhalten sind. Es handelt sich teilweise um seltene beziehungsweise bedrohte Haustierrassen. Damit trägt der Naturpark Höllohe einen kleinen Beitrag zur Darstellung der Artenvielfalt und zum Erhalt dieser außergewöhnlichen Tiere bei.

Die Ziegen

  • Bulgarische schraubenhörnige Langhaarziege:

    Widerristhöhe 65-75 Zentimeter, Gewicht 45 bis 50 Kilo, Böcke 70-80 Zentimeter, 60 bis 70 Kilo, langes Haarkleid von schwarz über braun bis grauweiß.

  • Girgentanaziege:

    Stammt aus Agrigento (Sizilien); Merkmale: Gewundene Hörner bis zu 80 Zentimeter mit Windung nach innen. Wird meistens zur Erhalt der Kulturlandschaft eingesetzt.

Wegen einer anderweitigen Verpflichtung war Professor Wiesner bei der Veranstaltung im Ausland. Er wird jedoch in diesem Jahr noch in den Tier- und Freizeitpark Höllohe nach Teublitz kommen.

„Lied von der Ziege“

Die Patenschaftsübernahme leiteten „Schmarrnkerl & Funkerl“ mit der Uraufführung des selbst verfassten „Liedes von der Ziege“ ein. Der Hit von Howard Carpendal „Hello again“ wurde mundartlich umgetextet auf die Höllohe. Wie beide erklärten, kam die spontane Idee zu einer Tierpatenschaft beim Sommerfrühschoppenkonzert in der Höllohe zustande. Die beiden Komiker Helmut Haider (Teublitz) und Stephan Karl (Burglengenfeld) sind große Freunde des Wild- und Freizeitparks Höllohe und erklärten sich sofort bereit, für zwei Ziegen die Patenschaft und auch die Anschaffungskosten zu übernehmen.

Die Patenschaft zwischen den Komikern und ihren zwei Ziegen wurde mit einem Fresskorb voll Salate, Gurken und Gelben Rüben vollzogen. Als kleine Erinnerung an diese Patenschaft überreichte Geschäftsführer Stefan Jahreis eine Patenschaftsurkunde. Dieser wies gleichzeitig darauf hin, dass weitere Patenschaften aus der Bevölkerung jederzeit angenommen werden.

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