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Gasthaus

Das Sorano – ein großer Italiener!

Regensburgs neue Trattoria in der Landshuter Straße ist ein kulinarischer Gewinn: Atmosphäre und Essen überzeugen.
Von Wolfgang Ziegler

Küchenchef Giovanni (r.) und Geschäftsführer Leopold Rollinger servieren Lammkarree, Salat mit geräuchertem Lachs sowie gefüllte Tortellini. Foto: Lex
Küchenchef Giovanni (r.) und Geschäftsführer Leopold Rollinger servieren Lammkarree, Salat mit geräuchertem Lachs sowie gefüllte Tortellini. Foto: Lex

Regensburg.Sorano ist ein winziges Nest in der Toskana, ein Punkt auf der Landkarte. Jedenfalls der Ort 150 Kilometer nördlich von Rom. In Regensburg ist das Sorano auf dem besten Weg, ein ganz großer zu werden – ein ganz großer Italiener. Erst seit dem 7. November offen, hat sich die Trattoria in der Landshuter Straße – übrigens ein Ableger des Hotel Luis schräg gegenüber – binnen kürzester Zeit einen ausgezeichneten Ruf erkocht. Das soll auch an Küchenchef Giovanni und seinem Team liegen, wie man hört.

Die Gesamtkomposition verdiente sich großes Lob.

Wir wollten es genau wissen, hatten an einem Samstagabend reserviert und durften in dem Maisonetten-Lokal oben Platz nehmen, wo sich die offene Gourmet-Küche befindet (der Pizza-Ofen steht im Erdgeschoss). Kurz nach 19 Uhr herrschte Hochbetrieb, das Ristorante war sehr gut besucht, das Service-Personal hatte alle Hände voll zu tun. Und trotzdem nahm man sich ausreichend Zeit für uns – ein erster Pluspunkt.

Trattoria Sorano

  • Adresse:

    Landshuter Straße 24, 93047 Regensburg; Tel. (09 41) 5 67 49 38

  • Öffnungszeiten:

    Di bis So von 11.30 bis 14 Uhr und von 17.30 bis 23 Uhr; Mo Ruhetag.

  • Besondere Infos:

    Die Toiletten sind nur über Treppen zu erreichen, also nicht behindertengerecht.

  • Preise:

    Antipasti ab 7 Euro; Salate ab 6 Euro; Pizza ab 7 Euro; Hauptgerichte ab 14 Euro; Desserts ab 8 Euro; Helles (0,5 l) 3,60 Euro; Mineralwasser (1,0 l) 4,90 Euro; Wein (0,2 l) ab 4,90 Euro

  • „Ein Gasthaus“ –

    das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der Ihnen empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.

Zum Studium der Speisekarte genehmigten wir uns zwei Prosecco – und entschieden uns als Starter für eine Platte mit Antipasti misti und eine Vorspeisen-Portion Tagliatelle mit Ragù. Ein Italiener muss schließlich Pasta können! Er konnte – und wie. Und auch die Antipasti wie Entenbrust, Rinderfilet-Carpaccio oder Baby-Oktopus, unter anderem begleitet von dünnem Pizzabrot, stellten eine schöne Einstimmung auf den Abend dar.

Es sollte aber noch besser kommen: Die „Secondi Piatti“, die Hauptgänge also – in unserem Fall ein auf den Punkt medium gebrutzeltes Entrecôte à la plancha sowie eine Sogliola, eine Seezunge, unter einer Mandelblätterdecke – waren ein Gedicht. Beides zerfiel förmlich im Mund. Dazu wurden feine italienische Gemüse und Kartöffelchen gereicht. Die Gesamtkomposition verdiente sich großes Lob.

Fehlte noch die dritte Etappe unseres „Giro d’Italia“: Wir wählten als Nachtisch Biscotti di mandorle, die in Dessertwein zubereitet worden waren, sowie ein Mandel-Tiramisu – und landeten wiederum Volltreffer. Im Glas serviert, hatte der italienische Dessert-Klassiker nichts von Löffel-Biskuits, dafür viel von zartem Schmelz.

Dahingeschmolzen sind auch wir in den zwei Stunden, in denen wir im Sorano wunderbar gegessen haben.

Hier geht es zu weiteren Gasthaus-Tipps unserer Aufgetischt-Redaktion.

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