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Krones baut Weltneuheit bei Bischofshof

Aus zwei mach eins: ?Whirl-Ship Calypso? vereinfacht Bierherstellung und spart Energie

Großer Bottich, kleine Luke, neue Technik: Paul Kottmann, technischer Betriebsleiter von Bischofshof, mit Klaus Wasmuth, Leiter Technologie der Firma Krones, Werk Steinecker, vor dem „Whirl-Ship“ Foto: Kucznierz

Die neue Anlage wurde im Zuge des Sudhaus-Neubaus, dem letzten Schritt der Gesamtmodernisierung der Braustätte, installiert. Das „Whirl-Ship Calypso“, das von der Krones AG im Werk Steinecker entwickelt wurde, vereint die Vorteile des klassischen Kühlschiffs („Coolship“) mit der Technologie des modernen Whirlpools bei der Heißwürzebehandlung. Aus der Kombination erklärt sich auch der Name „Whirl-Ship“.

„Erwarten hohe Qualität“

Calypso ist ein Gefäß mit zylindrischem Innensegment, in das die Würze über einen neu entwickelten Einlauf in einem breit gefächerten Strahl einfließt. Nach der Abtrennung des so genannten Heißtrubs – Eiweiß, Bitterstoffe und organische Substanzen, die beim Kochen der Würze entstehen – wird die Würze nicht wie beim konventionellen Verfahren direkt in den Kühler weitergeleitet, sondern in die äußere Zone des Calypso zur Nachverdampfung geleitet. Ein Vorteil des neuen, kombinierten Verfahrens in nur einer Anlage: Unerwünschte Aromakomponenten landen nicht im Endprodukt. „Wir erwarten dadurch eine sehr hohe Bierqualität, betonte Dr. Ralf Mezger, Technologe bei Krones Steinecker.

Klangvolle Namen

Ein weiterer Vorteil ist laut Brauereidirektor Hermann Goß, dass zusammen mit den anderen Anlagen von Steinecker – sie tragen so klangvolle Namen wie „ShakesBeer“ für die Maischesysteme, „Pegasus“ für den Läuterbottich oder „Stromboli“ für den Innenkocher – die Energiemenge von 20 Einfamilienhäusern eingespart werden kann. Zugleich würden Frisch- und Abwassermengen auf ein Minimum reduziert.

Ergänzt wird das Sudhaus durch einen modernen Leitstand, von dem aus die Produktion am Computer gesteuert werden kann. In Zukunft will Bischofshof zwölf Mal täglich mit einem Sud 200 Hektoliter Würze produzieren. Ziel der Investitionen ist laut Goß eine weitere Qualitäts-Steigerung der Biere. Am 27. Oktober soll das neue Sudhaus eingeweiht werden.

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