Bayernliga Nord
Erstes Spiel nach dem Trainerbeben: Ammerthal empfängt Bamberg

13.04.2023 | Stand 15.09.2023, 0:38 Uhr |
Nach dem Aus von Jürgen Schmid (z. l.) springt Sportdirektor Tobias Rösl erneut als Interimscoach ein. −Foto: Andreas Brückmann/Archiv

Im Spiel eins nach dem Abschied von Trainer Jürgen Schmid zu Wochenbeginn empfängt die DJK Ammerthal in der Fußball Bayernliga Nord am Freitag, (19 Uhr) die DJK Don Bosco Bamberg in der DJK-Arena.

Pikanterweise kommen die Oberfranken mit Michael Hutzler, der noch vor einem Jahr als Trainer die Oberpfälzer coachte. Zur Saison 2022/23 unterlag der Übungsleiter dann dem Lockruf des ATSV Erlangen, bei denen der 53-jährige Ebermannstädter nach einer längeren Durststrecke von zwölf Spielen und nur 13 Punkte gehen musste und Ende Januar schließlich bei den damals kriselnden Bambergern den hier entlassenen Trainer Andreas Baumer beerbte.

Eine brisante Partie steht also am 28. Spieltag für beide Mannschaften auf dem Plan. Zum einen geht es nicht nur für die Mannschaft aus dem Bamberger Stadtteil Wildensorg (Platz 14, 27 Punkte) um wichtige Zähler im Abstiegskampf, auch die DJK (Platz 6, 38 Punkte) will die 40 Punktemarke möglichst schnell überspringen, um dann wohl gänzlich sorgenfrei die Restsaison bestreiten zu können.

Brisantes Trainer-Duell

Der nächste interessante Punkt wäre natürlich das Aufeinandertreffen auf beiden Trainerbänken, nachdem Hutzler auf DJK-Sportdirektor und Interimscoach Tobias Rösl trifft, der ihn im Juni 2021 als Trainer nach Ammerthal holte. „Wir stehen nach der turbulenten vergangenen Woche vor einer großen Herausforderung. Die Besonderheit ist natürlich zusätzlich, dass es gegen unseren ehemaligen Trainer geht, der in Ammerthal nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt“, sagte Rösl der weiter anführte: „Entscheidend für mich wird in erster Linie sein, dass meine Jungs sich auf das Wesentliche konzentrieren und einen geschlossenen, willensstarken Auftritt abliefern. Wir brauchen jetzt hier nach dem Trainerrücktritt auch nicht mehr sonderlich viel zu labern. Die Sache ist, wie sie ist. So ist es nun manchmal einfach im Fußball. Es gilt nach vorne zu schauen und das Beste aus der Situation zu machen. Bamberg ist ein unangenehm zu spielender Gegner. Das wissen wir. Entsprechend wird die Marschroute vorgegeben.“

Ob Rösl Änderungen hinsichtlich der Aufstellung vornehmen wird, dahin gehend wollte sich der neue Mann an der Seitenlinie noch nicht festlegen. Nachdem die DJK zuletzt am Gründonnerstag in Erlangen mit 3:1 die Oberhand behielt, könnte die Rösl-Truppe mit einem Heimsieg schon fast etwas Historisches schaffen. Zwei Erfolge nacheinander gab es in der Liga nämlich letztmals im August 2022.

− abd