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LEICHTATHLETIK

Wüste Spurts zu Titel und Bronze

Corinna Harrer und Felix Plinke laufen bei der Junioren-DM in Bremen aufs Treppchen.
Von Claus-Dieter wotruba, MZ

Stolz auf seine erste DM-Medaille: Telis-Läufer Felix Plinke Foto: Hensel

BREMEN. Mehr als 1300 Kilometer Fahrt, sechs Athleten, drei Tage Aufwand, zwei Medaillen: Das war das Ergebnis der Leichtathleten der LG Telis Finanz Regensburg bei den deutschen Junioren-Meisterschaft in Bremen. Als Goldmädchen betätigte sich wieder einmal Corinna Harrer über 1500 Meter (4:29,42). Lauf- und Distanzkollege Felix Plinke gewann viel überraschender eine bronzene Plakette (3:51,79).

Beide Rennen waren typische Meisterschaftsrennen mit „wüsten Spurtentscheidungen“, wie es Telis-Teamchef Kurt Ring nannte. Harrer legte die letzten 400 Meter in 58 Sekunden zurück, Plinke lief die letzte Runde in 54 Sekunden. „Er hat unseren verletzten Florian Orth hervorragend vertreten“, würdigte Ring die erste DM-Medaille des 22-Jährigen. Harrer, die zuletzt bei der Team-EM von Deutschlands Topläuferin Sabrina Mockenhaupt geadelt worden war („Sie könnte meine Nachfolgerin werden“), fand es „schon langweilig“ und joggte im Vorlauf – bei einer Bestzeit von unter 4:10 – in 4:38 Minuten über die Bahn. Im Finale verließ sie sich auf ihre Spurtstärke – zurecht. „Jetzt fehlt mir nur noch ein Frauen-Titel in der Sammlung“, sagt die 20-Jährige, für die als Nächstes aber erst einmal die U-23-EM in Ostrava ansteht. „In zwei Wochen machen wir dafür in Neustadt über 800 Meter nochmal in Kontrollrennen“, sagt Trainer Kurt Ring.

Jenseits von Harrer und Plinke gab es noch zwei vierte Plätze für Dreispringer Manuel Ziegler, der nur zwei gültige Versuche hatte und seine 15,13 Meter bereits im ersten Durchgang sprang. „Er war gar nicht zufrieden, weil er heuer nicht so in die Gänge kommt“, sagte Ring. 5000-Meter-Mann Jonathan Schaible (14:44,75) erzielte auf den letzten 3000 Meter Bestzeit. Auf der gleichen Strecke blieb Jonas Koller in 14:58,25 Minuten erneut unter 15 Minuten und ließ als Zehnter alle Jugendlichen hinter sich.

Ebenfalls nicht zufrieden war Stefan Matula. Der Mehrkämpfer, der zur Zeit in Hamburg einer Trainingsgruppe angehört, schied in einer seiner Top-Disziplinen, den 110 Meter Hürden, in 14,91 Sekunden als Vorlauf-Fünfter sang- und klanglos aus.

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